Experiment
Trainiere selbst
KI lernt aus Beispielen: Du zeigst der KI ein paar Bilder für jede Gruppe (z.B. „Daumen hoch“ und „Daumen runter“). Danach erkennt sie neue Bilder – indem sie schaut, welchen deiner Beispiele sie am ähnlichsten sind. Niemand programmiert Regeln: Was die KI kann, hängt nur von deinen Beispielen ab. Auch ihre Fehler!
1 · Kamera
Beim Einschalten fragt dein Browser um Erlaubnis. Das Bild wird nur hier auf dem Gerät verarbeitet.
Nur der Bereich im gestrichelten Quadrat zählt. Aufnahme-Knopf gedrückt halten = mehrere Bilder. Fotos (JPG, PNG, WebP) kannst du auch in die Felder darunter ziehen – sie bleiben auf deinem Gerät.
3 · Was erkennt die KI?
2 · Beispiele sammeln
Gib jeder Gruppe einen Namen. Halte „Aufnehmen“ gedrückt (oder tippe mehrmals), um Bilder zu sammeln – oder lade Fotos hoch. Schon 10–20 Bilder pro Gruppe reichen.
Bias-Detektiv
Probiert aus: 1) Nehmt für eine Gruppe 30 Bilder, für die andere nur 3 – was sagt die KI bei einem unklaren Bild? 2) Trainiert nur vor hellem Hintergrund und testet vor dunklem. 3) Zeigt der KI etwas völlig anderes (leere Wand): Sie muss trotzdem eine eurer Gruppen wählen – „weiss nicht“ kennt sie nicht. 4) Trainiert „Brille“ nur mit einer Person – erkennt sie die Brille oder die Person?
Für Lehrpersonen
Wie funktioniert das?
Ein fertig trainiertes Bildmodell (MobileNetV4-small, 3.9 MB, trainiert auf über einer Million Fotos) verwandelt jedes Bild in 1280 Zahlen – seine „Merkmale“ (Formen, Farben, Muster). Gelernt wird hier nur noch ein einfacher Schritt: Für ein neues Bild sucht die Seite die 5 ähnlichsten eurer Beispiele (Nächste-Nachbarn-Verfahren) und lässt sie abstimmen. Die Prozente zeigen, wie eindeutig die Abstimmung ist – nicht, wie „sicher“ die KI wirklich ist.
Lernkern
Maschinelles Lernen heisst: Das Verhalten entsteht aus Daten, nicht aus Regeln. Gute, vielfältige und ausgewogene Beispiele führen zu guten Ergebnissen; einseitige Beispiele zu einseitigen Ergebnissen (Bias). Genau so entstehen echte Probleme, z.B. bei Gesichtserkennung, die bei manchen Menschen schlechter funktioniert, weil sie im Training seltener vorkamen.
Datenschutz
Kamerabilder und hochgeladene Fotos werden nur im Arbeitsspeicher dieses Geräts verarbeitet; es gibt keinen Server-Upload und keine Speicherung. Die Kamera bleibt aus, bis jemand sie einschaltet. Trotzdem: Mit SuS vorher besprechen, keine Fotos von anderen ohne Einverständnis.